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Aus der Geschichte der FF Herringhausen

1902 wird die Freiwillige Feuerwehr Herringhausen das erste Mal genannt. Das sind über 112 Jahre freiwillige Tätigkeit der Einwohner dieser Ortschaft im Dienst am Nächsten, zum Schutz von Hab und Gut, zum Schutze der Menschen. Das Königliche Landratsamt Wittlage forderte die Bildung von Freiwilligen Feuerwehren. Den Bürgern Herringhausens lag es fern, diesem Aufruf nicht sofort Folge zu leisten. Ihre Mentalität, die Korrektheit, etwas Gehorsam und auch Bereitschaft zu schnellem Handeln in sich birgt, führte unverzüglich zur Gründung der Wehr. Damit begann zwar im Jahr 1902 die Geschichte dieser Wehr, aber sie stellte zunächst nichts weiter dar, als die Fortsetzung der Zeit der Leitern, Ledereimer und Brandhaken. Der Alarmierung dient eine Trommel. Diese war bei dem Bauern Sander stationiert. Am 13.12.1913 tagte der Gemeindeausschuss, bestehend aus den Hofbesitzern Niemeyer, Merrhoff, Wellinghoff, Ostendorf, Kolkmeyer, Hünefeld, Barthold, Bössenkamp, Hehmann, Ashorn, Potthoff und Wedekind

Es fehlten die Mitglieder Rehme, Schulte, Borchard und Oberfeld. Der Gemeindeausschuss beschließt: "Es wird der vordere Teil der evangelischen Schule zur Unterbringung einer Feuerspritze bewilligt, wenn vom Gemeindefeuerlöschverband eine neue Spritze angeschafft wird."

Es bleibt festzustellen: In Herringhausen war zu der Zeit keine Spritze und kein Spritzenhaus vorhanden, und auch kein Geld, um dies zu ändern.

 
 

Das im jahre 1942 erweiterte Spritzenhaus in Herringhausen.

Der gute Wille aber wird durch die Entscheidung des Gemeindeausschusses deutlich. Noch einige Zeit sollte es dabei bleiben. Wie schwer die Zeiten wurden, ist an einer Entscheidung des Gemeindeausschusses vom 25.01.1915 erkennbar. Im Protokollbuch ist nachzulesen: Es wurde einstimmig beschlossen, kein Roggen nach außerhalb der Gemeinde zu verkaufen, sondern der vorhandene und nicht zur Ernährung der eigenen Familie erforderliche Roggen soll der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden." Nun, welche Gemeinde konnte schon in schweren Kriegszeiten Mittel für den Feuerschutz bereitstellen, wenn noch nicht einmal die Versorgung der Bevölkerung gesichert war.

So dauerte es dann auch bis nach dem ersten Weltkrieg, dass Bürgermeister Wedekind eine tragbare Handdruckspritze aus dem Kriegsgefangenenlager Hinterbruch erwarb. Diese Spritze wurde mit einem ausgedienten Militärfahrzeug zu den Brandstellen gefahren. Die Gespanne bei Bränden und Übungen stellten die Bauern Barthold, Borchard und Ostendorf. Aus mündlicher Überlieferung entnimmt man, das Pferde, die einige Male den Spritzenwagen zum Brand gezogen hatten, beim Ertönen der Brandtrommel oder der Brandglocke sehr unruhig und ungeduldig wurden und kaum noch zu halten waren.

 
 

IM Bild das umgebaute Fahrzeug mit Anhänger und DKW-Motorspritze bei einer Übung am Mittellandkanal.

Nachdem so der Anfang neuzeitlicher Ausrüstung gemacht wurde, ist dann auch 1922 erstmals etwas über ein Spritzenhaus nachzulesen, das in der Nähe der Schule errichtet wurde. Einige Jahre später wurde dieses Spritzenhaus durch einen Glockenturm ergänzt.

Am 30.04.1926 wurde der Gemeindeausschuss wieder aktiv. Sein Beschluss: "Anschaffung des neuen Spritzenwagens mit wenigsten einer Laterne. Der Gemeindeausschuss bewilligt Schmiedemeister Tebbe 300 Reichsmark. Tebbe erhält den alten Wagen zurück." So wurde in Herringhausen ein Geschäft abgewickelt, bei dem das alte Fahrzeug in Zahlung zu nehmen ist. Schmiedemeister Tebbe baute den Wagen. Das besondere an diesem Fahrzeug war noch, dass hierauf sechs Feuerwehrmänner mitfahren konnten. Es waren sogar zwei Lampen angebracht.

Mit diesem Wagen ging es in rasanter Fahrt in die Neuzeit. Im Mai 1932 wurde das erste Mal ein Kreisfeuerwehrtag in Herringhausen gefeiert.

Am 27.02.1934 wurde ein "Verein freiwillige Feuerwehr" gegründet, der eine Neuregelung der Gliederung dieser Freiwilligen Feuerwehr darstellt.

Am 13.06.1938 fand eine große Alarmübung statt, bei der auch der Landrat aus Wittlage zugegen war. Brandobjekt war ein Dachstuhlbrand im Saalbau Stollmeyer. Das Ergebnis: Um 18.15 Uhr wurde dem Brandmeister der Alarm angesagt. Die Wehr wurde alarmiert durch die Dorfglocke und Signalhörner. Um 18.25 waren die ersten Feuerwehrmänner am Spritzenhaus. Um 18.35 Uhr gab die Wehr Wasser.

 
 

Das 1954 beschaffte Löschfahrzeug LF 8 auf Opel-Blitz-Fahrgestell.

Es soll im nächsten Jahr eine Motorspritze angeschafft werden. Dann muss auch das Gerätehaus umgebaut werden. Feuerwehrgeräte: Eine Handdruckspritze mit 140 m Druckschläuche. Zusammenfassung: Alarm und Fußdienstübung waren befriedigend.

Nach dieser Übung hat der Herr Regierungspräsident in Osnabrück mit Verfügung vom 07.07.1938 die Freiwillige Feuerwehr in Herringhausen auf Grund des § 3 Abs. 2 des Gesetzes über das Feuerwehrwesen vom 15.12.1933 anerkannt. Eine Feuermeldestelle wurde im Hause Kleinschmidt eingerichtet. Nun, es wurde tatsächlich verwirklicht, dass die Herringhauser Feuerwehr Anfang des zweiten Weltkrieges eine neue Motorspritze erhielt. Diese Spritze förderte 600 Liter Wasser in der Minute. Ebenso wurde 1940 das erste gebrauchte Feuerwehrauto gekauft. Damit begannen aber auch die großen Brandeinsätze, die unter anderem nach Osnabrück und Bielefeld gefahren wurden.

Es wurde eine Handsirene angeschafft, die beim Schuhmachermeister Wilhelm Finke stand und von ihm bedient wurde. Die Brandglocke war in der Kriegszeit abgebaut und für andere Zwecke verwendet worden.

Das Spritzenhaus wurde in den Jahren von 1940 bis 1941 erweitert. Ein Großteil der Arbeiten wurde in Eigenleistung von den Feuerwehrkameraden erbracht. Sehr tatkräftige Mitarbeiter an dieser Erweiterung waren die Feuerwehrkameraden Hermann Rebber, Otto Oelgeschläger, Friedrich Beckmann, Hermann Schuhmacher und Friedrich Köster. Einige Bauern und die Firma Schnatmeier Leckermühle stellten das Bauholz zur Verfügung.

Das Feuerwehrhaus hielt den Anforderungen der großen Einsätze von Bombenangriffen in Osnabrück und Bielefeld nicht lange Stand. Da die Feuerwehr Herringhausen zur überörtlichen Bereitschaft gehörte, stellte der Kreis Wittlage als Ersatz einen Lastkraftwagen zur Verfügung. Dann mussten weitere Einsätze nach Fliegerangriffen gefahren werden. Da viele Feuerwehrmänner zum Kriegsdienst einberufen waren, wurde die Wehr durch eine HJ-Feuerwehr erweitert und verstärkt.

 
 

Junge Feuerwehrkameraden aus Herringhausen beim Grundlehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Loy.

Am 08. April 1944 wurde die Ortschaft Herringhausen zusätzlich zu den Kriegswirren durch ein großes Brandunglück erschüttert. Ein angeschossenes Jagdflugzeug stürzte in das Haus Stollmeyer. Fünf Personen, die sich als Ostergäste im Gastzimmer aufgehalten hatten, fanden hier den Tod. Bei der Brandbekämpfung wurde die Ortsfeuerwehr von allen Nachbarwehren und der Berufsfeuerwehr Osnabrück unterstützt. Ein Großteil des stattlichen Hauses Stollmeyer war zu einer Ruine geworden.

1945, nach Besetzung unseres Raumes war die Feuerwehr ohne Fahrzeug und Gerät. Die Besatzungsmächte hatten alles mitgehen lassen.

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr waren aber auch zu dieser Zeit nicht mit einem Rückfall in alte Zeiten einverstanden. Sie wurden sehr aktiv, organisierten ein französisches Militärfahrzeug und hatten wieder ein Auto. In der Tischlerei des Kameraden Otto Oelgeschläger wurde auf dieses Fahrzeug ein Holzaufbau als Mannschaftsraum gezimmert. Von der alliierten Besatzungsmacht organisierte man eine gebrauchte DKW Motorspritze mit 800 Liter Förderleistung. Man baute dann in Eigenleistung auf eine alte Fahrzeugachse einen Anhänger zum Transport der Spritze, der Saugschläuche und der Schlauchhaspeln.

Dieses sollte aber nicht das Einzige sein und bleiben, mit dem Herringhausen voranmarschiert. 1952 wurde aus Anlass des 50. Geburtstags der Freiwilligen Feuerwehr ein großes Fest gefeiert. Die Wehr bekam dazu eine neue Motorspritze TS 8. Zur besseren und schnelleren Alarmierung baute man auf den Glockenturm eine von der Nike in Lecker zur Verfügung gestellte elektrische Sirene.

1954 gar wurde die Wehr mit einem neuen Löschfahrzeug LF 8 ausgestattet, für das der Gemeinderat von Herringhausen in der Ratssitzung am 16.03.1953 nach längerer Debatte durch einstimmigen Beschluss 7.000 DM zur Verfügung stellte. Damit wurde das erste neue Löschfahrzeug im Landkreis Wittlage angeschafft.

Im Jahr 1959 fand dann wieder ein Kreisfeuerwehrtag in Herringhausen statt. Der Löschmeister Friedrich Köster erhielt in Würdigung seiner Verdienste um das Feuerwehrwesen das Feuerwehr-Ehrenkreuz II. Stufe vom Deutschen Feuerwehrverband. 1963 ist trotz Vollmotorisierung die Kübelspritze beim Entstehungsbrand im Kotten Hünefeld noch zum Einsatz gekommen.

Immer wieder gab es Schwierigkeiten bei der Alarmierung. Aus diesem Grunde wurde eine große Alarmsirene angeschafft, die ihren Standort auf dem First des Hauses Stollmeyer fand.

Die Feuerwehr Herringhausen gehörte zur Feuerwehrbereitschaft 9 des Landkreises Osnabrück, die für große überörtliche Einsätze zur Verfügung stand.

 
 

Kreissieger auf dem Kreisfeuerwehrtag 1962 in Rabber: Die Wettkampftruppe mit v.l.: Heinz Seling, Reinhold Köster,, Willi Dübber, Gustav Ellermann und Günter Rolfes.

Die Freiwillige Feuerwehr Herringhausen war immer bereit zu löschen, zu bergen, zu retten und zu schützen, sie setzte ihre ganzen Kräfte und ihre Geräte ein, sie sammelte Erfahrungen und formulierte ihre Forderungen. So ist im Protokoll der Jahreshauptversammlung von 08.01.1964 nachzulesen: "Natürlich hätte die Feuerwehr noch Wünsche. Im Mittelpunkt der Wünsche steht der Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses."

Und ebenso wurde zum Brand auf dem Hof Heemann-Groß-Klußmann am 25.07.1964 von Gemeindebrandmeister Heinz Seling in der Versammlung der Feuerwehr am 12.08.1964 beanstandet: Schlechte Telefonübermittlungen führen zu erheblichen Verzögerungen! Damit wurde in Herringhausen die notwendige Verbesserung der Alarmierung angesprochen!

 
 

Vorführungen beim Kreisfeuerwehrtag 1070.

Besonderer Höhepunkt der Freiwilligen Feuerwehr Herringhausen war dann der 05./06. September 1970 mit einem weiteren Kreisfeuerwehrtag in diesem Ort. Anlässlich dieses 36. Kreisfeuerwehrtages im Wittlager Raum übergibt Samtgemeindevorsteher Ewald Herkenhoff das neue Feuerwehrhaus in Feldkamp an Gemeindebrandmeister Seling und die Freiwillige Feuerwehr Herringhausen. Bei der Eröffnung dieses Kreisfeuerwehrtages konnte Kreisbrandmeister Gerhard Greger eine Reihe von Ehrengästen zur Delegiertentagung im Festzelt begrüßen, unter ihnen Oberkreisdirektor Nernheim, Samtgemeindevorsteher Herkenhoff, Bürgermeister Rolfes, Bürgermeister Koch, DRK-Kreisgeschäftsführer Dreinhöfer, DRK-Kreisbereitschaftsführer Böster, Polizeihauptmeister Kandt, Bezirksbrandmeister Warning, Kreisbrandmeister Niegengerd aus Belm, Kreisbrandmeister Theiling aus Lübbecke, Gemeindebrandmeister Hübner aus Preußisch Oldendorf, Gemeindebrandmeister Tegtmeyer aus Schröttinghausen sowie Ehrenkreisbrandmeister Andreas Seling. Gemeindebrandmeister Heinz Seling und Oberkreisdirektor Nernheim wurden mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz II. Stufe ausgezeichnet.

 
 

Vorführungen beim Kreisfeuerwehrtag 1070.

Der inzwischen verstorbene Bürgermeister Rolfes aus Herringhausen, damals Vorsitzender des Feuerschutzausschusses im Kreistag, sprach Dankesworte, in denen er den Einsatz und die Opferbereitschaft der Feuerwehrmänner herausstellte und deren Tugenden lobte. Die Freiwilligen Feuerwehren würden diese Opfer bringen, weil es ihnen sinnvoll erscheine, dem Nächsten zu helfen. Das aber müsse als vorbildlich bezeichnet werden, und das umso mehr in einer Zeit, die von materialistischem Denken geprägt sei.

 
 

Montage der Antenne zur Sirenensteuerung und Funkalarmierung in Herringhausen.

Und so scheint es angebracht, im Wittlager Kreisblatt vom 08. September 1970 unter "Herringhauser Feuerwehr-Splittern" folgendes nachzulesen: "Der Mann, der an der Straße stand, sagte es zu seinem Nachbarn, als der lange Zug der freiwilligen Feuerwehrmänner vorüber kam: Das sind die letzten Idealisten. Nun, die letzten sicher nicht, aber Idealisten schon. Wer schon weiß, wie viele Stunden diese Männer ihrer freien Zeit opfern, um fit zu sein, wenn der Ernstfall es erfordert. Und noch eines: Junge Gesichter sieht man in den Reihen der Feuerwehr. Und Gesichter, in die das Leben seine Furchen gezeichnet hat. Aber diese Männer verbindet alle eines: "Kameradschaft und Gemeinsinn."

Mit diesem großen Ereignis stand die Freiwillige Feuerwehr Herringhausen nahe vor dem Abschluss ihrer absoluten Eigenständigkeit. Die Reform 1972 stand bevor. So war es an der Zeit, die Führungsspitze der Freiwilligen Feuerwehr Herringhausen zu nennen. Es sind dies
1902 - 1916 Feuerwehrhauptmann Wilhelm Mönning
1916 - 1938 Feuerwehrhauptmann Fritz Kleinschmidt
1938 - 1952 Gemeindebrandmeister Willi Jacob
1952 - 1962 Gemeindebrandmeister Hermann Kuhr
1963 - 1972 Gemeindebrandmeister Heinz Seling
1972 - 1991 Ortsbrandmeister Reinhold Köster
1991 - 2009 Ortsbrandmeister Ludwig Kuhr
2009 - 2016 Ortsbrandmeister Ralf Brüggemann
Seit 2016 Ortsbrandmeister Volker Köster

Heinz Seling hat nach der Gebietsreform im Jahre 1972 als Gemeindebrandmeister die Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Bohmte, die sich in die Ortsfeuerwehren Bohmte, Herringhausen und Hunteburg gliedert bis in Jahr 1991 geleitet. Sein Nachfolger wurde der langjährige stellvertretende Herringhauser Ortsbrandmeister Horst Schwarzbach, der dieses Amt aus gesundheitlichen Gründen im Jahre 1995 niedergelegt hat.

 
 

Der ELW und das LF mittelschwer

Nach der Gebietsreform erlebt die Feuerwehr eine Zeit der völligen Erneuerung. Voraussetzung dieser Erneuerung ist die Entscheidung des Rates der Gemeinde Bohmte, die Selbständigkeit der Feuerwehren zu erhalten. Hierbei steht der Grundgedanke Pate, dass ein rechtzeitiges Eingreifen der Feuerwehren selbst bei erheblicher Verbesserung des Melde- und Alarmsystems nur bei dezentraler Organisation des Feuerlöschwesens möglich ist. Damit müssen die örtlichen Wehren auch in Zukunft über eine gute feuerwehrtechnische Ausstattung verfügen. Diese Ortsfeuerwehr ist auf dem freiwilligen Zulauf der Bürger aufgebaut, lebt von der Kameradschaft und dem Zusammengehörigkeitsgefühl ihrer Mitglieder und fühlt sich der örtlichen, in langen Jahren gewachsenen Dorfgemeinschaft verpflichtet.

Die Gemeinde Bohmte hat der Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühls unter den drei Ortsfeuerwehren und auch innerhalb der jeweiligen Ortsfeuerwehr ihr besonderes Augenmerk gewidmet. In Abstimmung mit dem Gemeindebrandmeister und dem Ortsbrandmeister führte dies zu folgender neuer Ausstattung der Ortsfeuerwehr Herringhausen. 16.10.1974 Übergabe des Funkkommandowagen
26.09.1975 Übergabe des Löschgruppenfahrzeuges LF 8 mittelschwer
27.09.1978 Übergabe des Tanklöschfahrzeuges TLF 8 W als erstes Waldbrandfahrzeug im Landkreis Osnabrück.

Seit dem 10.04.1979 besteht die Sirenensteuerung und Funkalarmierung in Herringhausen. Als Erste im Altkreis Wittlage konnten die Herringhauser Sirenen per Funk von der Rettungsleitstelle des Landkreises Osnabrück ausgelöst werden.

Die Ortsfeuerwehr hat 1979 bei den Einwohnern der Ortschaft Herringhausen-Stirpe-Oelingen 15.534,50 DM gesammelt. Die Funkalarmierung und die Ausrüstung aller Feuerwehrfahrzeuge mit Sprechfunkgeräten wurden mit diesem Betrag finanziert.

Mit der Übergabe des Tanklöschfahrzeuges im September 1978 wurde die Erweiterung des erst acht Jahre alten Feuerwehrgerätehauses notwendig. Mit erheblicher Eigenleistung hat die Ortsfeuerwehr Herringhausen diese Erweiterung vorgenommen und hierbei hervorragende Leistungen gezeigt.

 
 

Ein wohl einmaliges Bild. Nach der Abholung des neuen LF 8 von der Firma Schlingmann ertönten die Sirenen und da wir gerade dabei waren die Ausrüstung umzuladen, mussten wir mit zwei halb beladenen Löschfahrzeugen zum Einsatz.

Am 04. und 05. September 1982 feierte man den 2. Gemeindefeuerwehrtag und das 80jährige Jubiläum. Gleichzeitig wurde der Erweiterungsbau seiner Bestimmung übergeben.

In den darauf folgenden Jahren wurde im Wesentlichen an der Erweiterung der persönlichen Ausrüstung und der Ausbildung der Kameraden gearbeitet. Durch den Wandel bei den Baustoffen und in der Industrie nimmt der Atemschutz eine immer größere Bedeutung ein. Neben einer grundsätzlichen körperlichen Fitness bedarf es gerade in diesem Bereich gut ausgebildete Kameraden.

Nachdem im Jahre 1987 das neue ELW der Wehr übergeben wurde, war der Fahrzeugpark in Herringhausen in einem guten Zustand. 1997 feierte man in Herringhausen anlässlich des 95 jährigen Bestehens der Wehr einen bunten Gemeindefeuerwehrtag. Auf ihr 100jähriges Bestehen blickte die Wehr dann in Rahmen einer kleinen Feierstunde am 2. November 2002 in der Arenshorster Kirche zurück. Pastor Raimund Sander, selbst Mitglied der Herringhauser Wehr, gestaltete einen würdevollen und ansprechenden Gottesdienst.

 
 

Fahrzeugpark im jahre 2005

Im Jahre 2003 wurden dann die Weichen für die Ersatzbeschaffung des neuen LF 8 gestellt. Aufgrund räumlicher Probleme im Feuerwehr Haus Bohmte wurde entgegen der ursprünglichen Planung von der Gemeinde Bohmte die Beschaffung des Herringhauser Fahrzeuges vorgezogen und zugleich der Wechsel des alten Löschgruppenfahrzeuges nach Bohmte beschlossen.

Nach Beschlussfassung durch die politischen Gremien und erfolgter Ausschreibung hieß es dann gemeinsam mit dem beauftragten Firma Schlingmann aus Dissen das neue Fahrzeug zu planen. Am 6. Mai 2005 erfolgte schließlich die feierliche Schlüsselübergabe durch Bürgermeister Klaus Goedejohann.

Im Jahre 2010 begann man dann mit den Planungen für die Ersatzbeschaffung des inzwischen 32 Jahre alten Waldbrandtanklöschfahrzeuges. Auch wenn sich die Kameraden von dem Unimogfahrgestell mit seiner Geländegängigkeit nur schwer trennen konnten, die Ersatzbeschaffung eines Unimogfahrgestells wurde allein aus finanziellen Gründen schnell verworfen. Zur Verbesserung der Schlagkraft der Wehr entschied man sich anstatt eines Truppfahrzeuges künftig ein Tanklöschfahrzeug mit Staffelkabine zu beschaffen. Nach erfolgter Ausschreibung konnte der Auftrag für den Bau des Fahrzeuges erneut an die Firma Schlingmann vergeben werden. Nach Planung und Bauphase konnte das neue STLF10/20, das auf einem MAN Allradfahrgestell mit Singlebereitung aufgebaut wurde, Ende 2012 in Dienst gestellt werden.

 
 

Unser heutiger Fahrzeugpark

Da die heutige Fahrzeuggeneration deutlich höher aufgebaut sind als beim Bau des Feuerwehrhauses, musste zuvor noch die Tür der Fahrzeughalle umgebaut werden. Der Mauersturz musste entfernt werden und es wurde eine nach außen öffnende Schwenktür davor gebaut, damit die komplette Hallenhöhe für das Tanklöschfahrzeug ausgenutzt werden kann.

Nur vier Woche nach der offiziellen Übergabe des STLF konnte mit einem Ford Transit zudem einer neuer Mannschaftstransportwagen in Dienst gestellt werden.

Heute ist die Feuerwehr Herringhausen eine moderne, schlagkräftige Ortsfeuerwehr, die im Verband mit den Ortsfeuerwehren Bohmte und Hunteburg die stets einsatzbereite "Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Bohmte" darstellt. Man hat sie oft im Einsatz gesehen, bei Bränden in Häusern und auf Höfen in unserer Gemeinde, bei Moorbränden, beim Brand in der Lüneburger Heide im Jahre 1975, bei Hilfeleistungen unter anderem auf Schiffen am Mittellandkanal. Aber auch im kulturellen, sportlichen und wirtschaftlichen Bereich ist die Wehr stets zu Stelle, wenn sie gerufen wird.